printlogo
http://www.ethz.ch/index_EN
Home
 
print
  

13.7 Schwarzbeinigkeit (Piétin-échaudage, Mal del piede del grano, Take-all of wheat)

Gaeumannomyces graminis (Sacc.) v. Arx et Olivier (Syn. Ophiobulus graminis Sacc.), Diaporthales, Ascomycetes (NFF: Phialophora sp.).

Weitverbreitete Fruchtfolgekrankheit mit Ertragsausfällen von mehr als 30%.

13.7.1 Symptome

Schadbild: Nesterweise Pflanzen mit schwarzen, kurzen Wurzeln und schwarzer Halmbasis. Bestockung und Wachstum der Pflanzen sind reduziert. Ab Blüte bilden sich taube, weisse Ähren (Weissährigkeit), die von Schwärzepilzen besiedelt werden.
Schwarzbeinigkeit
Schwarzbeinigkeit

13.7.2 Biologie

Der Pilz überdauert auf Quecke oder im Boden saprophytisch auf befallenen Pflanzenrückständen. Von dort breitet er sich mit dunklen Laufhyphen rasch aus, bildet bei den Wurzelhaaren Infektionshyphen und dringt in die Rhizodermis ein.

Der Krankheitserreger bevorzugt mässige Bodenfeuchte und 12 bis 20 Grad Celsius Bodentemperatur. Die Bildung von Ascosporen (in Perithezien, Fig. 11) und von Konidien ist epidemiologisch unbedeutend.

Mehrjähriger Weizenanbau ohne Unterbruch führt zu starkem Befallsanstieg, der nach 4 bis 5 Jahren auf gewissen Böden wieder zurückgehen kann ("Decline"-Effekt). Dieser Effekt entsteht durch das vermehrte Auftreten von Antagonisten.

Fig
Fig. 11: Gäumannomyces graminis: Perithecium, Asci, Ascosporen und die Nebenfruchtform Phialophorea (aus von Arx, 1981)

13.7.3 Bekämpfung

Geregelte Fruchtfolge mit 1 bis 3 Jahren Unterbruch zwischen anfälligen Getreidearten. Bekämpfung von Gräsern (vor allem Quecke) als Wirtspflanzen. Fungizideinsatz nicht möglich.

 

Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere Informationen finden Sie auf
folgender Seite.

Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or Internet device, however, some graphics will display correctly only in the newer versions of Netscape. To get the most out of our site we suggest you upgrade to a newer browser.
More information

© 2013 ETH Zurich | Imprint | Disclaimer | 14 April 2011
top