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13.14 Ascochyta-Blattdürrekrankheit (Ascochyta leaf spot)

Ascochyta sp., Coelomycetes (Sphaeropsidales), Deuteromycetes.

Die Ascochyta-Blattdürrekrankheit wird durch mehrere Spezies verursacht:


Diese Pilze sind weit verbreitet und im allgemeinen von geringer ökonomischer Bedeutung. Allerdings wird dieser Krankheit in letzter Zeit vermehrt Bedeutung zugemessen.

13.14.1 Symptome

Auf Blättern aller Getreidearten sowie auf Quecke gelbliche bis grau-hellbraune längliche Flecken mit dunkler, scharf abgegrenzter dünner Umrandung. An Spelzen ähnliche Symptome wie bei Fusarium nivale. Bei Roggen eher rundliche Blattflecken mit wenig ausgeprägter Umrandung. Auf Gerste sind meist Blattränder und -spitzen befallen. Ältere Flecken, oft mit kleinen schwarzen Punkten, fliessen zusammen und verursachen Blattdürre.

Ascochyta Arten sind Schwäche-Parasiten; sie treten oft als Sekundär-Parasiten auf im Bereich von alten Mehltau-, im Innern von Rhynchosporium-Läsionen oder in Herbizidschäden.
Fig
Fig. 17:Didymella exitialis:A) Schnitt durch ein Pseudothecium (a) und Pyknidium (b) in Weizenstroh, B) Schnitt durch ein Pseudothecium, C) Ascus mit Pseudoparaphyse, D) Ascosporen, E) Konidiogene Zellen und Konidien von Ascochyta sp. (aus CMI, 1976)
Symptome von Ascochyta tritici
Symptome von Ascochyta tritici
Symptome von Ascochyta tritici
Symptome von Ascochyta tritici

13.14.2 Biologie

Angaben zur Biologie fehlen weitgehend. A. hordei und A. tritici überdauern wahrscheinlich in Pflanzenresten als Myzel oder in Pyknidien, A. sorghi als Fruchtkörper der Hauptfruchtform (Fig.17). Die Weiterverbreitung der Krankheit im Bestand geschieht wahrscheinlich über Pyknosporen (Fig. 16, 17). Die Erreger sind ziemlich kälteunempfindlich (Optimum für A. hordei: 15 Grad Celsius) und bevorzugen feuchte Witterung.

Fig
Fig. 16: Pyknosporen von Ascochyta sorghi (aus Meier, 1976)

13.14.3 Bekämpfung

Keine spezifischen Bekämpfungsempfehlungen: Allgemein Fruchtfolge beachten, Verzicht auf Pflanzenschutz- oder Pflegemassnahmen, die zu Verbrennungen oder Verletzungen führen (z.B. Herbizid nach Ende der Bestockung, Harnstoff, Flüssigstickstoff).

 

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